Wettbewerbe
Känguru der Mathematik
Am 19. März 2026 rauchten an der Hölderlin-Realschule wieder die Köpfe: 19 mathematisch begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Klassenstufen 5 und 6 stellten sich unter der Leitung von Frau Stuiber den Herausforderungen des diesjährigen Känguru-Wettbewerbs.
Bei dem internationalen Wettbewerb galt es, innerhalb der vorgegebenen Zeit 24 knifflige Multiple-Choice-Aufgaben zu lösen. Da pro Aufgabe jeweils nur eine von fünf Antwortmöglichkeiten korrekt ist, war neben mathematischem Können auch logisches Denken gefragt. Das Punktesystem verlangte den Kindern dabei einiges an Strategie ab: Je nach Schwierigkeitsgrad gab es drei, vier oder fünf Punkte zu gewinnen. Während eine unbeantwortete Frage mit null Punkten gewertet wurde, führte eine falsche Antwort zu einem Abzug von einem Viertel der vorgesehenen Punkte. Um ein negatives Gesamtergebnis zu verhindern, startete jede Schülerin und jeder Schüler mit einem Grundstock von 24 Punkten, sodass maximal die stolze Höchstpunktzahl von 120 Punkten erreicht werden konnte.
Dass sich die intensive Vorbereitung gelohnt hat, zeigen die starken Ergebnisse der beiden Jahrgangsstufen. In der Klassenstufe 5 wurde eine hervorragende durchschnittliche Punktzahl von 56,7 Punkten erzielt, während die Sechstklässler den Gesamtschnitt mit durchschnittlich 63,9 Punkten sogar noch etwas weiter nach oben schrauben konnten. Zwei Schüler ragten aus dem Teilnehmerfeld besonders heraus und durften sich über Sonderpreise freuen. Jona Hille aus der Klasse 6a sicherte sich mit grandiosen 81,25 Punkten die absolute Höchstpunktzahl an der gesamten Schule und wurde dafür mit einem Buch-Gutschein belohnt. Das begehrte Känguru-T-Shirt für den weitesten „Kängurusprung“ – also für die meisten fehlerfrei am Stück gelösten Aufgaben – ging an Hannes Blatt aus der Klasse 6c, dem dieses Kunststück bei beeindruckenden zwölf Aufgaben hintereinander gelang.
Am Ende ging jedoch niemand mit leeren Händen nach Hause. Neben den Sonderauszeichnungen erhielt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer eine persönliche Urkunde mit der erreichten Punktzahl, ein ausführliches Lösungsheft zum Nachschlagen sowie das spannende Kartenspiel „KänguRudel“ als Anerkennung für die erbrachte Leistung.
NANU?! Wettbewerb
Großer Erfolg für unsere Nachwuchsforscher. Die Talentgruppe der Hölderlin-Realschule Lauffen am Neckar hat sich mit ihrem innovativen Biologieprojekt „HappyBee – Sind unsere Honigbienen wirklich so glücklich?“ erfolgreich für das Finale des renommierten Landeswettbewerbs „NANU?!“ (Neues aus dem Naturwissenschaftlichen Unterricht) qualifiziert. Unter mehr als 40 Einsendungen wählte die Jury die zehn besten Projekte Baden-Württembergs aus – ein riesiger Meilenstein für die engagierten Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 und 6.
Spannendes Finale in der experimenta Heilbronn
Das zweitägige Finale fand in einem passenden Rahmen im Science Center experimenta in Heilbronn atstt. Dort präsentierten die Teilnehmenden ihre Ergebnisse vor einem großen Fachpublikum. Am Donnerstag, den 3. Juli 2025, schlug dann die Stunde für Pia Aßmann, Mateo Hennig und Jusuf Omer, die das Projekt stellvertretend für die gesamte Gruppe mutig und souverän vor der Expertenjury verteidigten. Unter den prominenten Gästen vor Ort waren unter anderem Kultusstaatssekretärin Sandra Boser, die den Forschergeist und die Ausdauer der Realschüler lobte, sowie Prof. Dr. Bärbel G. Renner von der Dieter Schwarz Stiftung.
Nachhaltige Forschung im Talentunterricht
Hinter dem Erfolg steckt monatelange Arbeit. Unter der Leitung der verantwortlichen Lehrkraft Frau Caudullo und unterstützt durch die Jugendbegleiterin Emilia Hahn forschte die Talentgruppe jeden Montag intensiv zum Leben und der Bedeutung der Honigbienen. Die Fünft- und Sechstklässler näherten sich dem Thema von verschiedenen Seiten. Sie führten Umfragen durch, stellten eigene Bienenwachskerzen her, holten sich fachlichen Rat bei einer ortsansässigen Imkerei und suchten nach praktischen Lösungen wie dem Anlegen von Blumenwiesen, um Lebensräume aktiv zu schützen.
Ein besonderer Blickfang der Präsentation war ein aufwendig gestaltetes Modell eines „Selbstbestäubungsbaums“. Dieses veranschaulichte eindrucksvoll und kreativ, welcher enorme menschliche und technische Aufwand nötig wäre, um die natürliche Bestäubungsleistung der Bienen im Ökosystem zu ersetzen.
Auszeichnung mit dem Sonderpreis der Dieter Schwarz Stiftung
Diese gelungene Verbindung aus wissenschaftlichem Entdecken, Naturbeobachtung und kreativer Umsetzung überzeugte die Jury auf ganzer Linie. Die Hölderlin-Realschule wurde mit dem begehrten Sonderpreis der Dieter Schwarz Stiftung ausgezeichnet. Stiftungsgeschäftsführerin Prof. Dr. Bärbel G. Renner überreichte den Preis persönlich und sparte nicht mit Lob für das „phantastische Projekt“.
Das Projekt „HappyBee“ zeigt eindrucksvoll, wie an der Hölderlin-Realschule durch forschendes Lernen und kreative Praxis schon in jungen Jahren ein echtes Bewusstsein für Nachhaltigkeit, Wissenschaft und Umweltschutz geschaffen wird. Wir gratulieren der gesamten Talentklasse und dem Betreuungsteam herzlich zu dieser herausragenden Leistung!
First Lego League
Die LEGO-Robotik hat an der Hölderlin-Realschule (HRS) einen festen und erfolgreichen Platz im Schuljahr. Angetrieben durch den Talentunterricht nimmt jährlich eine Gruppe technikbegeisterter Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Ernst Engelhaus an der FIRST LEGO League Challenge teil. Bei diesem internationalen Forschungs- und Roboterwettbewerb tauchen die Teams über Monate tief in komplexe Jahresthemen ein und messen sich schließlich auf regionaler Ebene mit anderen Schulen.
Ein starker Auftritt gegen die ältere Konkurrenz
Dass sich die akribische Vorbereitung im Talentunterricht auszahlt, bewiesen unsere Teams in den vergangenen zwei Saisons eindrucksvoll. Als eines der jüngsten Teams im gesamten Teilnehmerfeld traten die Fünft- und Sechstklässler der HRS mutig gegen deutlich ältere Schülerinnen und Schüler umliegender Gymnasien an.
-
Saison 2024/2025 – Motto „SUBMERGED℠“:
Rund um das Thema Ozeane und Unterwasserwelten reiste unser Team am 24. Januar 2025 zum Regionalwettbewerb nach Obrigheim/Mosbach. Nach anfänglichen technischen Problemen zeigte die Gruppe echten Kampfgeist: Von zunächst 70 Punkten steigerten sich die Schülerinnen und Schüler im entscheidenden „Robot-Game“ auf stolze 175 Punkte und sicherten sich sensationell den Einzug ins Viertelfinale.
-
Saison 2025/2026 – Motto „UNEARTHED™“:
In der aktuellen Saison drehte sich alles um Archäologie, Geschichte und technische Innovationen vergangener Zeiten. Am 23. Januar 2026 vertrat das diesjährige Team unsere Schule in der experimenta in Heilbronn. Auch diesmal überzeugte die Gruppe durch enormen Teamgeist, verbesserte sich von Runde zu Runde und erreichte erneut verdient das Viertelfinale. Auch wenn der Sprung ins Halbfinale knapp verpasst wurde, war das Turnier ein großartiger Erfolg.
Durchhaltevermögen, Problemlösungskompetenz und wertvolle Erfahrungen in der Programmierung, all das haben die Kinder aus diesen Wettbewerbshöhepunkten mitgenommen.
Hintergrund: Was ist die FIRST LEGO League Challenge?
Der Wettbewerb kombiniert Wissenschaft, Technologie und den Spaß am Bauen. Über einen Zeitraum von mindestens 12 Wochen treffen sich die Kinder regelmäßig, um gemeinsam zu forschen, zu bauen und einen LEGO-Roboter zu programmieren. Jedes Team erhält ein eigenes Challenge Set, welches aus speziellen LEGO-Steinen, Bauanleitungen und einer großen Spielfeldmatte besteht. Auf dieser Matte muss der selbstgebaute Roboter später seine Aufgaben autonom lösen. Begleitende Dokumente führen Schritt für Schritt durch das Projekt. Beim regionalen Wettbewerb bewertet eine Jury die Teams schließlich in vier gleichwertigen Kategorien: Robot-Game, Forschung, Roboterdesign und Grundwerte (Teamplay). Die besten Teams qualifizieren sich für weiterführende Wettbewerbe und werden mit Urkunden, Medaillen und Pokalen geehrt.
